Unternehmensgeschichte
... ein Blick in die Historie



1950 - Beginn des Fahrzeugbaus in Annaburg




Der Fahrzeugbau in Annaburg begann mit der Fertigung von Gespannwagen für kleine bäuerliche Familienbetriebe. Die großen privaten Landwirtschaften wurden in Ostdeutschland im Rahmen der Bodenreform nach dem 2. Weltkrieg eliminiert.

 

Traktoren und Erntemaschinen standen zur damaligen Zeit nur in geringen Stückzahlen zur Verfügung. Der Verkauf der Gespannwagen hatte für den Annaburger Betrieb nur regionale Bedeutung.


1965 - Spezialisierung auf Gülletankanhänger




Die Zwangskollektivierung der Landwirtschaft der DDR war im Wesentlichen abgeschlossen. Genossenschaftliche Betriebe des Typs I und III sind bestimmend bei der Produktion von Nahrungsmitteln für die Bevölkerung und von Rohstoffen für die Industrie.

 

Die Landmaschinenindustrie stellt Traktoren (Pionier 50/70PS) und Erntemaschinen zur Verfügung. Die Tierproduktion wird schrittweise konzentiert.

 

Es wird mit der Entwicklung und Produktion von Gülletankanhängern im Annaburger Werk begonnen. Der Gülletankanhänger HTS 30.27, ein Einachser mit einem verzinktem Stahlbehälter, wird in großen Stückzahlen für den nationalen Verkauf gefertigt.


1971 - FORTSCHRITT Gülletankanhänger HTS 100.27




Bereits 1971 wird in Annaburg mit der Entwicklung von Gülletankanhängern mit GUP-Behältern begonnen. Die wachsende Tierbestände und ihre Konzentration in den genossenschaftlichen aber auch staatlichen Landwirtschaften der DDR und anderen osteuropäischen Staaten, fordern für die Gülleausbringung robuste und leistungsfähigere Transportfahrzeuge.

 

Der Warenaustausch im RGW bezieht Landmaschinen und ab 1973 die HTS Tankanhänger aus Annaburg mit ein. Mehr als 40.000 HTS 100.27 (Behältervolumen 10,6m3) und HTS 80.45 (Behältervolumen 8,0m3; für Flüssigdünger) werden in achtzehn Jahren produziert und zu 50% exportiert.


1990 - Moderisierungslösung zum FORTSCHRITT HTS 100.27




Die Schlagkraft der HTS 100.27 bezüglich Nutzvolumen, Fahrgeschwindigkeit und Kompressorleistung war im Verhältnis zum Gülleaufkommen und den Feldentfernungen in den landwirtschaftlichen Betrieben zu gering, und die Arbeitskosten zur Realisierung der Gülleausbringung waren sehr hoch.

 

Die Gülle wurde als wertvoller organischer Dünger nicht ökonomisch eingesetzt. Das Fehlen von Zwischenlagern hatte teilweise eine regelrechte Entsorgung der Gülle zu Unzeiten zur Folge. Eine pflanzengerechte und umweltverträgliche Gülleausbringung war aufgrund fehlender Adapter nicht möglich. Es mussten Nährstoffverluste in Größenordnungen in Kauf genommen werden.

 

Der Einsatz von Materialpositionen von internationalen Lieferanten ermöglicht die Erhöhung der Leistungsfähigkeit und Universalität. Es kam zum Zerfall der alten Führungsstruktur des KOMBINATES und die Leitung der Betriebe wurde durch die Treuhandanstalt umgesetzt.


01.08.1991 - Gründung der ANNABURGER Nutzfahrzeug GmbH




1997 - Vorstellung des Wechselsystems MultiLand und Erweiterung der BR .27






oben: MultiLand erste Generation
unten: MultLandPlus aktuell

Mit dem MultiLand wurde 1997 ein Wechselssystem mit drei Komponenten (Gülletank-, Universalstreu- und Muldenkippaufbau) vorgestellt. Es mussten keine Kompromisse oder Einschränkungen gemacht werden, dafür gab es jetzt mehr Leistung und eine besser Arbeitsqualität.

 

Die Erweiterung der Baureihe .27 war eine Reaktion auf die Veränderung der StVZO und ein Qualitätssprung. Den Tandembereich gab es nun in den Leistungsklassen HTS 22./23.27 mit 18m3 GUP-Behälter und im Tridembereich HTS 33.27 mit 24m3 GUP-Behälter.

 

Die ANNABURGER Nutzfahrzeug GmbH beginnt mit dem Export ihrer Fahrzeugtechnik. Ein Schwerpunkt dabei liegt weiterhin auf der umweltschonenden Ausbringung von organischem Dünger.


1998 - Schlauchsilagepressen



Eine neue Technologie für die Landwirtschaft machen die ANNABURGER Fahrzeugbauer 1997 auch zum Maschinenproduzenten. Der Verkauf dieser Maschinen wird europaweit organisiert und die Stückzahlen steigen.


2001 - SchubFix






links: SchubFix alt - rechts: SchubFix neu

Mit dem SchubFix wird eine neue Fahrzeugausführung vorgestellt. Der SchubFix ist eine Fahrzeugkombination für unterschiedliche Einsatzzwecke und wurde mit Tellerstreuwerk als Dungstreuer oder (auch heute noch) mit Kornschecke als Umladewagen angeboten.




2003 - Umladewagen in vier Leistungsklassen erweitern das Angebot






links: Umladewagen .16 - rechts: Umladewagen als MultiLandPlus

Die ANNABURGER Umladewagen sind mit 15m3 pro Minute die leistungsfähigsten ihrer Klasse und außerdem als Komponente des MultiLandPlus Wechselsystems eine sehr wirtschaftliche Investition.




2006 - Anlauf Testphase des SchubMax




Der SchubMax - ein Transportmittel mit maximalen Nutzvolumen für große Tages-, hohe Jahresauslastungen und geringen Betriebskosten. Ein innovatives Transportfahrzeug mit hohem Nutzen!





2007 - Einführung des SchubMax




Mit dem SchubMax wurde 2007 ein Transportfahrzeug eingeführt, das in 3 Leistungsklassen (HTS 22.17, HTS 29.17 und HTS 33.17) angeboten wird. Er besitzt eine enorme Schubkraft und, es besteht keine Kippgefahr und es gibt keine Probleme mit Hallenhöhen.

Ebenfalls wird der SchubMax als Komponente des MultiLandPlus angeboten sowie als Sattelauflieger für den Fernverkehr.